14.10.09 | 20:34 Uhr | In der Pause

Es gilt das gesprochene Wort

Beinahe hätte ich es unterschlagen. Der wichtigste Satz, der am Dienstag bei der Eröffnung der Buchmesse fiel, stammt von Angela Merkel. Inmitten einer langen Reihe von Gemeinplätzen – “Phantasie kennt keine Grenzen” etc. –  würdigte die Bundeskanzlerin “ganz ausdrücklich die Arbeit der Übersetzerinnen und Übersetzer”.

Das kam gerade im richtigen Moment. Übersetzer und Übersetzerinnen haben es schwer. Ihre Arbeit ist ausgesprochen schlecht bezahlt, und obwohl sie es sind, die maßgeblich am Erfolg von fremdsprachigen Bestsellern in Deutschland mitwirken, hatten sie bisher kein Anrecht auf eine Beteiligung am Erlös.

Doch jetzt kommt Bewegung in die Sache. Gerade erst hat der Bundesgerichtshof ein Urteil gefällt, das den Weg zu einer Erfolgsbeteiligung frei gemacht hat. Und pünktlich zum Beginn der Buchmesse hat nun auch noch Angela Merkel (chin. 安格拉默克尔) ein Machtwort gesprochen. Vielleicht ändert sich demnächst wirklich etwas.

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