18.10.09 | 13:52 Uhr | Unter Menschen

Konjunkturen

Soll niemand sagen, er wisse nichts über die chinesische Gegenwartslyrik. Das Hörbuch “Schmetterlinge auf der Windschutzscheibe” (wir berichteten) wurde gleich an drei verschiedenen Tagen auf der Messe vorgestellt, zum letzten Mal vor ein paar Minuten.

Insgesamt sollen in diesem Jahr rund neunzig literarische Neuerscheinungen mit chinesischer Literatur vorgestellt worden sein, Romane, Kurzgeschichten und Gedichtbände. Wie lange hält die Aufmerksamkeit? Lucien Leitess, der Gründer und Leiter des Schweizer Unionsverlags, muss es wissen. Sein Verlag ist auf Literatur aus Afrika, Südamerika und Asien spezialisiert, und er hat schon viele Themenschwerpunkte auf der Frankfurter Buchmesse begleitet.

“Direkt nach der Messe lässt das Interesse jedes Mal deutlich nach”, erklärte er gestern während der Diskussionsrunde zum “Gastland Türkei”, beruhigte aber die anwesenden Buchhändler und Verleger. Auf lange Sicht werde es dann deutlich einfacher, die Literatur eines Landes wie China zu verkaufen, einfach, weil man den Lesern und Leserinnen im deutschsprachigen Raum nichts mehr erklären müsse. Ein Gastland werde ein für alle Mal in der literarischen Landkarte eingetragen.

Na, bitte. Trotzdem ein kleines Ratespiel: Können Sie sich an die letzten fünf Gastländer auf der Frankfurter Buchmesse erinnern?

Die Antwort gibt es hier. (Nicht schummeln.)

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