30.09.09 | 19:46 Uhr | In Deutschland | Oliver Maximilian Schrader

Feierstunde und VBT in Berlin, II

Nachdem sich Lukas als erster getraut hat, muss ich mir für meine erste Blog-Veröffentlichung keinen Titel mehr ausdenken, sondern kann schon in der Überschrift beginnen, mich ihm anzuschließen.

Ich grüße alle Interessierten und jeden Leser!

Ein ungewohntes Gefühl, so zu Menschen, die ich nicht kenne, nicht einmal vor mir sehe, zu sprechen (und nicht einmal das). Aber ich gehe einmal davon aus, dass diese Worte andere erreichen; somit wirkt es weniger abwegig, dass ich Grüße ausspreche, wo ich nur den Bildschirm vor mir habe.

“Mein Name ist Oliver Maximilian Schrader.”

Damit begann mein Dasein als Jugendbotschafter im Namen des Deutschen Youth For Understanding Komitees (YFU) und der Robert Bosch Stiftung: Mit diesem Satz beginnt mein Motivationsbericht, das Kernstück der Bewerbung, die bis zum 31. Juli 2009 bei YFU eingehen musste. Ich hatte erst im Juli von diesem Programm erfahren und damit – weil ich nur bis zum 23. zu Hause war – nicht sehr viel Zeit für die Vorbereitung und Ausarbeitung der Bewerbung. Wenig war es allerdings auch nicht, “ausreichend” würde ich sagen. Mitte August wurde ich zum Vorstellungsgespräch via Telefon eingeladen, das dann am 18. stattfand.

Da eine Beschreibung wenig aussagt, nüchtern: Zehn Tage später durfte ich mich über die Zusage, dass ich am Programm “Jugendbotschafter nach Japan” teilnehmen würde bzw. werde, freuen.

Bis zum vorigen Wochenende war aber unklar, wer das noch tat. Es gab einige Unterlagen auszufüllen, aber erst am 25. September begann das Programm in meinen Augen wirklich (wenn man davon absieht, dass ich mich mittlerweile an den Gedanken gewöhnt habe, dass ich bald in Japan sein werde, aber es noch kaum wirklich begriffen habe). An diesem Freitag fand in Berlin in der Bosch-Repräsentanz eine Feierstunde statt, während der das Programm noch einmal vorgestellt, seine Verwirklichung erläutert, Grußworte gesprochen und Dankesreden gehalten sowie die zehn Jugendlichen aus ganz Deutschland nominiert wurden.

Ich war, aus München angereist, etwas früher dort und habe genossen, wie sich in der an der lauten Bismarckstraße gelegenen Halle langsam die verschiedenen Menschen versammelten: Funktionäre von YFU und der Robert Bosch Stiftung, der Japanische Generalkonsul, wenn ich nicht irre und seinen Titel verfälsche, die Gruppe “Otone”, die den Abend musikalisch begleitete, und andere Gäste, allen voran natürlich die neun anderen Jugendbotschafter. Wie Lukas sagt: ein bunter Haufen. Jetzt, da wir uns schon besser kennen, verstehen wir uns ganz als Gruppe (ich spreche einfach für die anderen mit); mein erster Eindruck aber war ganz anders: Es war erstaunlich, dass so unterschiedliche Typen aufgrund eines gemeinsamen Interesses in dieser Form zusammenfinden. Das Programm war als Grundlage bestens geeignet, uns alle sofort in Gespräche versinken zu lassen, die wir uns normalerweise und bei weniger feierlicher Begegnung zumindest erst einmal gemustert hätten (sage ich einmal).

Vielleicht hätte ich doch eine andere Bezeichnung für meinen Beitrag wählen sollen, denn nun ist es keine Kopie von Lukas geworden, und die VBT ist auch erst jetzt gerade einmal erwähnt worden. Wenn das die anderen acht ebenso machen, haben Sie und habt ihr bald einen guten Einblick gewonnen.

Für heute genug.

keigu

Oliver Maximilian

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