03.10.09 | 22:01 Uhr | Jugendbotschafter 2009 | Oliver Maximilian Schrader

僕のなまえは。。。

こんにちは

Nachdem ich gerade eben erst herausgefunden habe, wie man bequem und ohne größeren Aufwand in Kanji und Kana schreiben kann, will ich die Gelegenheit nutzen und mich ebenfalls vorstellen, was ich vorgestern weitgehend versäumt habe.

Oliver Maximilian Schrader

Ich heiße – da fängt es meistens schon an: Ich habe zwei Vornamen, die beide oft genannt werden, dazu natürlich Spitznamen, aber ich bleibe hier zur Sicherheit bei dem, was in meinem Pass steht.

Ich wohne in der Nähe von München, in einem kleinen Dorf. Hier verbringe ich zwar die meiste Zeit, aber man schläft ja schon sieben bis acht Stunden. Ich wohne also tatsächlich nur hier, gehe in die benachbarte Stadt, die selber nur einige Tausend Einwohner zählt, zur Schule; seit Kurzem in die zwölfte Klasse, LK Latein und Mathematik, Japanisch als Grundkurs, weil nur als solcher wählbar.

Japanisch habe ich zwei Jahre lang als Wahlfach belegt; ich habe also Grundkenntnisse, die sich auch wirklich auf das Nötigste beschränken. Vielleicht ist es aber auch besser, als ich vermute: Das werde ich in Japan sehen.

Grundsätzlich lese ich sehr gern, beschäftige mich mit Sprache. Das betrifft die deutsche ebenso wie andere; nur dass mir meine Muttersprache viel mehr Möglichkeiten gibt, mich auszudrücken und mit den Wörtern und Worten zu spielen. Ich beschränke mich aber nicht auf den Umgang mit dem Wort: Ohne hier besondere Interessen hervorzuheben, bin ich neugierig im eigentlichen Sinne.

Für Japan hege ich eine allgemeine Bewunderung: insbesondere die Betonung der Harmonie und Höflichkeit gefält mir sehr gut. Buddhismus und Shintoismus erheben keinen Anspruch auf die alleinige Wahrheit, viele Japaner zählen sich beiden zugehörig. Obwohl ich die abendländischen Streitgespräche aus Freude an der Diskussion mag und gerne selber führe, kann ich gut den japanischen Standpunkt nachvollziehen, der auch derartige Auseinandersetzungen meidet (so viel habe ich gelesen; wie es wirklich ist, wird man in zwei Wochen nicht beantworten können, zumal wir einzelne Menschen kennen lernen, und nicht so viele, dass sie in allen Punkten für das japanische Volk stehen).

Eine größere Rolle als bei anderen Ländern spielt hier für mich die Sprache, zusammen mit der Schrift. Schon nach wenigen Stunden, beinahe Minuten kann man, wenn man sich die entsprechenden Vokabeln heraussucht, eigenständig Sätze bilden und sprechen; und die Schrift mit ihrer Kombination aus Kanji und zwei Silbenalphabeten fasziniert mich besonders. Allein der Schriftzeichen wegen habe ich auch einmal begonnen, Arabisch zu lernen, bin aber nicht über unsichere Schreibversuche und die Vokabel “karas” (Kirsche – davon lat. cerasum, dann cerise u.a.) hinausgekommen. Wie dieser Einschub vielleicht deutlich macht, freue ich mich, wenn ich Zusammenhänge erkenne und kleine Details einer Sache kennen lerne. Diese können auch nur eingebildet sein: Gerade zwischen Deutsch/Latein und Japanisch ergeben sich so sehr viele Eselsbrücken.

Heute will ich es dabei belassen; sicher habe ich gerade die wichtigen Punkte vergessen: Das hole ich nach.

敬具

Oliver Maximilian

Impressum | Einloggen